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Delian
Gast





BeitragVerfasst am: 11.02.2010, 14:10    Titel: Antworten mit Zitat

Zu wissen, woher eine Angst kommt, kann helfen, diese Angst zu besiegen, muss es aber nicht. Ganze Schulen der Tiefenpsychologie gehen davon aus, dass wenn man sich einem Ursprungstrauma immer und immer wieder aussetzt, eine gewisse Gewöhnung entsteht, durch die die Narben verheilen.

Die Reinkarnationstherapie setzt hier an und versucht, die Ursprünge von Traumata zu entdecken, die aus früheren Leben stammen.

(ob es sich dabei um fiktive Geschichte des Unterbewusstseins handelt, um Ängste verarbeitbar zu machen, lass ich mal dahin gestellt).

Aber nicht bei jedem Menschen und jedem Trauma funktioniert das. Nicht ohne Grund gibt es neben der Tiefenpsychologie noch andere Schulen, die für andere Menschen und andere Traumata besser geeignet sind.

Nichts destotrotz braucht jede Heilung Zeit.
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2Wölfe
Gast





BeitragVerfasst am: 11.02.2010, 14:22    Titel: Antworten mit Zitat

Genau, und vor allem kannst Du Dir nicht vornehmen: Ich gehe jetzt in mein Seelenhaus und vergebe allen, und dann habe ich ein komplett neues Lebensgefühl. Verzeihung kann man nicht entscheiden, das ist die Crux. Es passiert ganz langsam, und es passiert auch nur, wenn man will, daß es passiert. Es gibt ebensoviele Leute, die sich an ihre Traumata klammern und sie nicht loslassen wollen.
Was mir nach jahrelangen Depressionen aus der emotionalen Tretmühle herausgeholfen hat, war eine Stinkwut darauf, daß Leute und Ereignisse, die Jahre zurückliegen, immer noch den Kernpunkt meiner täglichen Gedanken bildeten. Mir den Schlaf raubten, mir zu Panikattacken verhalfen, mich in jeder Situation enorm einschränkten. Ich wollte diesen Mistkerlen und durchlebten Situationen einfach nicht mehr meine Aufmerksamkeit zugestehen. Daher habe ich begonnen, mit aller Macht an andere Dinge zu denken, wann immer die Erinnerung wieder böse grinsend ankam. Das hat geholfen. (Gemeinsam mit sowohl einer medikamentösen wie auch Gesprächstherapie, einer schamanischen Seelenrückholung, einem ziemlich skurrilen Ritual, einem kompletten Neubeginn 1000 Kilometer entfernt und viel Geduld und Willenskraft.) Es ist nicht so, daß ich nie daran denke, was passiert ist, aber irgendwann war es mir einfach nicht mehr so wichtig wie ich selbst. Und seitdem beginne ich, zu verzeihen.

Konzentriere Dich auf die Dinge, die Dir guttun, die Dein Wohlbefinden vergrößern. Anfangs ist das sicher schwer und erscheint sogar sinnlos wie Trickfilm gucken, während draußen Krieg ist. Aber Tatsache ist, daß Du die Dinge, denen Du die meiste Aufmerksamkeit gönnst, verstärkt in Dein Leben ziehst. Also prüfe Deine Gedanken.
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Engel der Träume
Gast





BeitragVerfasst am: 11.02.2010, 18:37    Titel: Antworten mit Zitat

Blutbeere,

Okay Blutbeere, ein wenig kann ich deine Einstellung zu dem Thema verstehen, aber trotzdem sollte man seine Augen vor diesem Thema nicht ganz verschliessen, denn früher oder später wird man sich damit beschäftigen müssen, oder siehst Du das anders Blutbeere :?: .




Gruss Dreamwolf Smilie
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Aurora Alba
Gast





BeitragVerfasst am: 19.02.2010, 02:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hmm, ich glaube daran, dass man sich auch zu einem gewissen Teil sein neues Leben aussucht, nicht nur was man dort zu lernen hat. Man schafft sich sogesehen den Rahmen, aber was sich darin bildet bleibt einem selbst überlassen Smilie

Liebste Grüße Rora
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lilienrose
Gast





BeitragVerfasst am: 19.02.2010, 12:19    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kann mir auch gut vorstellen, dass man sich eventuell bestimmte Lernziele aussucht und die nötigen Rahmenbedingungen dazu, die eben diese ermöglichen.
Nur, dass man sein ganzes Leben schon vorher kennt, halte ich persönlich einfach für Schwachsinn.
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Engel der Träume
Gast





BeitragVerfasst am: 19.02.2010, 14:42    Titel: Antworten mit Zitat

Aurora Alba,


Deine Theorie halte ich für durchaus denkbar, das es auch so ausshen könnte :!: , auch den Teil mit dem Rahmen was Du geschrieben hast, nun ich denke was sich daraus ergibt da stimme ich Dir zu, das bleibt jedem selbst überlassen.




Gruss Dreamwolf Smilie
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Ashandra
Gast





BeitragVerfasst am: 19.02.2010, 14:43    Titel: Antworten mit Zitat

Dreamwolf, das hatten wir doch nun schon x mal in diesem Thread. Du musst auch nicht zu jeder Antwort deine Zustimmung geben.
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Amanita-Fee
Gast





BeitragVerfasst am: 23.02.2010, 05:07    Titel: Antworten mit Zitat

Schlaflos in der Nacht, da stelle ich doch einfach mal ein paar Fragen:

Also ich sehe die Sache ebenso kritisch wie Delian und so ähnlich wie Ashmodai. Also in dem Sinne, dass ich zwar keinen Lebensplan hatte, jedoch vorher wusste, welchen altbekannten Seelen ich in diesem Leben wieder begegnen würde.

Nun stellt sich mir aber die Frage: Was mache ich mit solch einer altbekannten Seele?


Dazu eine kleine Anekdote von meiner Großmutter: Meine Mutter war damals noch ein Teenager und ging mit ihrer Mutter durch die Stadt. Plötzlich blieb meine Oma stehen, ebenso blieb ein Mann, der ihnen entgegen gekommen war, in 3 Meter Entfernung wie angewurzelt stehen. Oma und der Mann starrten sich an. Der Mann wurde kreidebleich und flüchtete nach ein paar Schrecksekunden hastig auf die andere Straßenseite - wobei er beinahe überfahren wurde.
Meine Mutter fragte erstaunt: "Wer war das denn?"
Oma: "Den habe ich in einem früheren Leben mal getötet."

Doch meine Oma schwieg sich aus, was wohl damals geschehen war. Nur, dass es berechtigt gewesen sei und sie immernoch ein ungutes Gefühl bei dieser Seele hätte und meine Mutter dem aus dem Weg gehen solle.


Was ich mich nun frage, ob der Mann auch meine Großmutter direkt erkannt hatte oder ob sich die Todesangst von damals einfach festgesetzt hatte. Für letzteres würden auch Erfahrungsberichte von zwei Freunden sprechen. Deren ehemalige Opfer (unwissend!) begegneten ihnen auch mit Angst - oder zumindest tiefem Misstrauen.

Kennt hier jemand so etwas oder etwas Ähnliches?


Amanita-Fee
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Erdbeerblüte
Gast





BeitragVerfasst am: 23.02.2010, 19:51    Titel: Antworten mit Zitat

Also ich glaube an Reinkarnation und daran, dass ich mir dieses Leben ausgesucht habe bzw. das nächste Leben aussuchen werde.
Ich meine damit nicht, dass man jede einzelne Minute sieht, aber eine Art grobes Gerüst. Die Menschen, die eine wichtige Rolle spielen werden, die Eltern zum Beispiel oder ein langjähriger Partner, aber auch wichtige Ereignisse. Dazu gehören für mich auch Dinge wie eine schwere Krankheit, Vergewaltigung oder Mord. Ich glaube auch, dass man sich die Art, wie man stirbt, aussucht. Auch einen langen, qualvollen Tod. Ich weiß aber, wenn ich an einer Krankheit erkranken sollte, die mit einem solchen Tod endet, dass ich nicht in einem Krankenhausbett liegen werde und glücklich lächle, weil ich hier eine tolle, wichtige Erfahrung mache. Der Lernprozell wird erst später beginnen, wenn die Seele den Körper hinter sich gelassen hat.
Ich glaube nämlich, dass die reine Seele einen ganz anderen Blick auf alles hat, als der Mensch bzw. die Seele, solange sie einen Körper bewohnt. Man sieht eher das "große Ganze", auch wenn das abgedroschen klingt. Aber die Seele weiß, welche Erfahrungen sie sammeln muss, um sich weiterentwickeln zu können, auch wenn diese Erfahrungen aus unserer menschlichen Sicht noch so negativ erscheinen mögen.
Damit meine ich natürlich nicht, dass ich tatenlos zusehen sollte, wenn ich mitbekomme, dass mein Nachbar seine Kinder missbraucht, weil es ja sein könnte, dass die Seele dieses Kindes in einem früheren Leben auch ein Kind missbraucht hat.
Ich könnte mir auch vorstellen, dass es nicht immer nur um die eigene Seele geht. Evtl. stoßen uns schlimme Dinge zu, die bei einem anderen Menschen etwas bestimmtes bewegen/auslösen sollen.
Gruß
Erdbeerblüte
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Amanita-Fee
Gast





BeitragVerfasst am: 24.02.2010, 10:09    Titel: Antworten mit Zitat

Erdbeerblüte hat Folgendes geschrieben:

...
eine Art grobes Gerüst.
...
wichtige Ereignisse. Dazu gehören für mich auch Dinge wie eine schwere Krankheit, Vergewaltigung oder Mord.
...
Aber die Seele weiß, welche Erfahrungen sie sammeln muss, um sich weiterentwickeln zu können, auch wenn diese Erfahrungen aus unserer menschlichen Sicht noch so negativ erscheinen mögen.


Ein paar Fragen an die Allgmeinheit (insbesondere an jene, die meinen, die Seele würde sich wichtige Ereignisse im Leben aussuchen):

1) Unsere Seelen brauchen also Krieg, Hunger, Tod und Pestilenz um sich weiterzuentwickeln?

2) Und das nicht nur einfach sondern gleich in mehreren Leben hintereinander?

3) Worum geht es bei diesen Ereignissen?
Nehmen wir das Beispiel Vergewaltigung:
Ist es erstrebenswert, eine Vergewaltigung über sich ergehen zu lassen, um mal zu erleben, wie das so ist?
Oder ist es erstrebenswert, sich trotz aller Ängste mit allen Mitteln zu wehren, selbst wenn dies den eigenen Tod bedeuten könnte?
Ist das Überleben oder der Tod gar mit eingeplant?


Also ich persönlich hänge mich schon an Punkt 1 auf. Wenn die Seelen aller Lebewesen - und auch meine eigene - so gestaltet wären, dass sie all das Übel benötigen, frage ich mich, ob es überhaupt so erstrebenswert sei, eine Seele zu haben.


Auch mit dem Karma über mehrere Leben hinweg kann ich mich nicht anfreunden. Dann wäre das Karma doch ebenso sinnig, wie die Maßregelung eines Hundes 3 Tage nachdem er sein Häufchen im Wohnzimmer gemacht hat. Der Hund kann sich nicht erinnern. Versteht gar nicht, warum er nun gemaßregelt wird und lernt dabei überhaupt nichts.
Da dem Menschen seine Erinnerungen an frühere Leben fehlen, könnte Karma kein bischen zur Entwicklung der Seele beitragen. Eher im Gegenteil: Gewalt erzeugt Gewalt. Angst erzeugt Angst. Hass erzeugt Hass. Wie sollte da eine Seele ausgeglichener und gut werden, wenn sie immer mehr Übles bekommt?


Amanita-Fee
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Andromeda
Gast





BeitragVerfasst am: 24.02.2010, 14:57    Titel: Antworten mit Zitat

Dann komm ich doch auch mal dazu.^^
Ich glaube ebenfalls an die Wiedergebut und ich stimme mit einigen Meinungen hier überein, dass wir uns gewisse Aspekte vorgeben, um eine Situation zu schaffen, in der wir Chance auf persönliche Weiterentwicklung haben. Sicher lege ich nicht ein ganzes Leben fest, aber vielleicht eine Ausgangslage, ein Treffen mit jemanden... Es muss gar nichts dramatisches sein und ich denke auch, dass es variiert wie viel wir uns vorgeben. Ich denke auch, dass wir uns manchmal Hilfe mitgeben oder als Hilfe fungieren. Zum Beispiel im Falle dessen, dass wir tatsächlich eine sehr schwere Lektion zu lernen haben, stelle ich mir vor, dass wir uns vielleicht parall mit einer vertrauten Seele verabreden etc. Weil man nicht alles allein lernen kann. Des weiteren denke ich auch, dass unsere Leben manchmal kaum Vorgaben haben, denn man lernt ohnehin und immer und ab und an lassen wir es sicher auch einfach mal fließen.
Dass nach unserem Leben über uns geurteilt wird, glaube ich nicht. Diese Vorstellung ist mir eigentlich völlig fremd und macht auch keinen Sinn für mich, ebensowenig wie Karma. Unsere Leben dienen dazu, uns fortzubilden, nicht für Gutes belohnt und für Schlechtes bestraft zu werden. Eine solche Folge ergibt sich ohnehin daraus, dass wir uns ja weiterbilden wollen und uns demnach durch Rückschritte selbst schaden.

Zitat:
Selene Lunes: Ich persönlich würde mir nicht anmaßen zu urteilen, dass A gut ist oder böse! Gut und Böse ist immer reine Ansichtssache. Ist ein Vergewaltiger, der in seiner Kindheit selbst vergewaltigt wurde nun das Opfer oder der Täter? (Bitte denkt jetzt nicht, dass ich das als gut heiße, es ist immer noch ein schwerwiegende Tat, aber ein Mensch kann niemals die gesamte Geschichte kennen! Ein Kind, dass immer um sein Überleben kämpfen musste und nicht oder nur kaum sozialisiert wurde, wie kann dieses Kind dann ein "normaler" Erwachsener werden? Es ist mittlerweile durch viele Studien belegt, dass Kinder, die min. eine Ansprechperson in ihrer Kindheit hatten, das Leben meistern können, fehlt ihnen das, so sind sie dazu nicht in der Lage!)


Hier muss ich zustimmen und ich möchte daran erinnern, dass ich damit niemanden verletzen oder ein solches Verhalten gut heißen möchte. Das ist nicht böse gemeint, es ist einfach wie ich es sehe. Auf dieser Welt in unseren einzelnen Leben sind wir in gewisser Weise wie Kinder im Übertragenen Sinne, wir haben keine Erinnerung an das davor, sind von den Umständen beeinflusst etc. Wir sind fehlerhaft und manchmal sehr schwach und einige von uns vergehen sich in schrecklichster Weise. Das macht es nicht besser und das will ich nicht entschuldigen, aber wir können es letztendlich immer nur von einer Seite sehen und es gibt weit mehr als diese. Was zu tun ich mich weigere, ist, selbst solchen Menschen ihre Menschlichkeit zu nehmen. Ich kann und will nicht glauben, dass jemand von grundauf nur böse ist und ich glaube nicht, dass Bestrafung helfen würde. Ich glaube nicht, dass jemand besser wird, weil er im nächsten Leben schlimmes erfährt. FÜr mich geht es darum, dass diese Menschen sehr viel Zeit brauchen, um zu heilen, denn ein solcher Zustand muss ein grauenhafter sein. Jemanden mit einem ohnehin seltsamen Weltbild einfach nur zu bestrafen macht für mcih keinen Sinn, weil derjenige gar nicht in der Lage ist, diese Strafe zu verstehen. Er muss erst zu einem Zustand kommen, an dem er selbst die Schrecklichkeit seiner Taten versteht und wenn er dann selbst zu Reue findet, ist das vermutlich weit schlimmer und reinigender als ein Leben voller Strafe, die er nicht zuordnen kann.

Ein anderer Punkt:
Zitat:
Selene Lunes: Für mich ist es einfach unvorstellbar, dass meine ganze Seele in mir Platz haben soll! Ein multidimensionales Wesen kann sich in meiner Vorstellung einfach nicht komplett her inkarnieren.


Auch das überdeckt sich etwas mit meiner Vorstellung. Meine Seele ist größer, als dessen was ich mir im Moment bewusst bin. Wenn wir als ganze Seele hier wären, wüssten wir ja auch viel mehr, ich denke aber eher dass wir hier nur mit einem eingeschränkten Teil unseres Ganzen bewusst leben. Der Rest ist mehr hinter einem Schleier oder so.

Zitat:
Amanita-Fee: 1) Unsere Seelen brauchen also Krieg, Hunger, Tod und Pestilenz um sich weiterzuentwickeln?

Die Welt ist nunmal nicht perfekt, ich glaube nicht, dass die Seelen sie direkt so ausgesucht haben, es sind wir hier auf der Erde, die diesen Zustand begründet und immer weiter aufrecht erhalten haben. Allerdings glaube ich auch, dass wir eine unperfekte Welt brauchen, um uns weiterzubilden. Ganz davon abgesehen, dass wir nun einmal nicht perfekt sind und damit jede Form von perfekter Welt ohnehin wieder zerstören würden.
Zitat:
Und das nicht nur einfach sondern gleich in mehreren Leben hintereinander?

Du lernst nicht alles in einem Leben und die Welt verändert sich nicht einfach so mal zwischendurch.

Zitat:
3) Worum geht es bei diesen Ereignissen?

Weiterentwicklung unserer selbst, so etwas ist leider nie leicht und es gibt keine Abkürzungen.

Zum Schluss möchte ich nur noch einmal versichern, dass sind alles meine Ansichten und mein Glaube, ich möchte damit keine anderen Vorstellungen ausschließen oder meine als richtiger behaupten. Es möge sich also bitte niemand angegriffen fühlen, das ist sicherlich nicht meine Absicht.
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Engel der Träume
Gast





BeitragVerfasst am: 24.02.2010, 15:17    Titel: Antworten mit Zitat

Andromeda,

Gesetz dem Fall deine Theorie stimmt, ich Beziehe mich auf das Erinnern an das letzte leben, wieso kann ein Mensch der Wiedergeboren wird oder ein Mensch, in dem ein Engel Inkarniert ist und jetzt als Mensch lebt :!: , wieso kann man sich dann nicht mehr daran Erinnern, wer man war.Ich verstehe das nicht.Es muss doch möglich sein sich zu Erinnern.





Gruss Dreamwolf Smilie
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CAT
Gast





BeitragVerfasst am: 24.02.2010, 15:28    Titel: Antworten mit Zitat

Dreamwolf, ich denke, dass ist eine Art Schutz, ausgelöst durch den Geburtsschock. Man muss den Kopf frei haben, um die Probleme im jetzigen leben zu bewaeltigen. Das ist oftmals schon schwer genug, ohne dass man noch mit irgendwelchen Problemen aus vorherigen Leben hadert. Damit waeren die Meisten sicherlich überfordert.
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Amanita-Fee
Gast





BeitragVerfasst am: 25.02.2010, 17:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Andromeda! Smilie

Andromeda hat Folgendes geschrieben:
Zum Schluss möchte ich nur noch einmal versichern, dass sind alles meine Ansichten und mein Glaube, ich möchte damit keine anderen Vorstellungen ausschließen oder meine als richtiger behaupten. Es möge sich also bitte niemand angegriffen fühlen, das ist sicherlich nicht meine Absicht.

Alles in Ordnung. Smilie
Ich mag es auch ganz gerne, verschiedene Thesen durch zu spielen. Sehr glücklich
Wenn Du magst, können wir an dieser Stelle vereinbaren, dass wir einfach nur Hypothesen diskutieren und niemanden missionieren wollen. Dann müssen wir dies nicht in jedem Post wiederholen und können unsere Sätze einfacher konstruieren. Winken

Ich hatte auch längere Zeit den Glauben, dass unsere Seelen mehrere Leben leben, um zu lernen und sich weiter zu entwickeln. – In verschiedenen Varianten. - Doch momentan habe ich da so meine Zweifel.


Stellen wir mal eine Hypothese auf und schauen, wo sie hinführt:
These: Unsere Seelen brauchen Krieg, Hunger und Pestilenz zur Weiterentwicklung.
1. Grundannahme: Wie im Kleinen so auch im Großen.
2. Grundannahme: Unsere Seelen werden wieder geboren, um sich zu verbessern.


Schauen wir also, welche Entwicklungen durch Krieg, Hunger und Pestilenz gefördert werden:
Friedensforschungsprojekte zeigen, dass Hass, Hass gebiert. Häufig kommt an dieser Stelle eine alte Binsenweisheit zum Tragen: „Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es wieder hinaus.“ Und auch in der Entwicklungspsychologie weisen die Forschungsergebnisse darauf hin, dass der Mensch sich am Besten frei von Hass, Gewalt etc.pp. entwickeln kann. Erfahrenes Unrecht wird häufig in irgendeiner Form weiter gegeben. Gewalt fördert die Erzeugung von noch mehr Gewalt. Erfahrene Liebe fördert hingegen auch den liebevollen Umgang mit den Mitmenschen. In der Psychologie spricht man in diesem Zusammenhang von adaptierten Verhalten.

Gemäß Grundannahme 1 wenden wir diese Erkenntnisse nun auf das große Ganze an.
---> Unsere Seelen werden unterstützt, immer mehr Gewalt zu erlernen.

---> Fazit: Die Verbesserung unserer Seelen (Grundannahme 2) besteht darin, dass sie immer mehr Gewalt in allen möglichen Farben und Formen erlernen.


Tolles Ergebnis. Gefällt mir ganz und gar nicht. Ist aber in sich logisch.
Was machen wir nun damit?

1. Möglichkeit: Die These „Unsere Seelen brauchen Krieg, Hunger und Pestilenz zur Weiterentwicklung.“ ist falsch.
(2. Möglichkeit: Die Grundannahme „Wie im Kleinen so auch im Großen.“ Ist falsch.)
3. Möglichkeit: Die Grundannahme „Unsere Seelen werden wieder geboren, um sich zu verbessern.“ ist falsch.

Anmerkung: Die zweite Möglichkeit habe ich mal in Klammern gesetzt, da ich von dieser Grundannahme nicht abweichen mag. Auch sehe ich es nie und nimmer als Verbesserung, Gewalt zu erlernen. Also im Prinzip wäre mit der These ja alles in Ordnung, wenn ich meine moralischen Wertigkeiten von Gewalt ins Gegenteil verkehren würde. Aber ich glaube, Gewaltverherrlichung wollen wir beide nicht. Winken

Also hänge ich zwischen 1. und 3. Mindestens eines von beiden muss falsch sein. Aber ist es denkbar, dass es bei der Wiedergeburt gar nicht um Weiterentwicklung – im Sinne von Verbesserung – geht? Ein interessanter Gedanke. Doch mir fällt es dann ehrlich gesagt leichter, zu glauben, dass wir Krieg etc.pp. zwar nicht brauchen uns aber eben notgedrungen damit herumschlagen müssen.


Liebe Grüße!
Amanita-Fee
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Andromeda
Gast





BeitragVerfasst am: 25.02.2010, 19:36    Titel: Antworten mit Zitat

@Dreamwolf: Ich würde mich hier Cat anschließen. All die Erinnerungen würden uns vollständig überfordern. Und an welchem Punkt in deinem Leben hälst du dich für sowei dich zu erinnern? Willst du einem Baby diese Bürde auferlegen? Die Leben, die wir bereits gelebt haben, haben uns Dinge gelehrt und wir haben Probleme bearbeitet, aber lange nicht alle erfolgreich. Ein abgeschlossenes Leben ist nicht ein abgeschlossenes Problem, weshalb man sich nicht nur an das Gelernte erinnern würde, sondern an einen ganzen Haufen von Problemen, die einen bereits zuvor beschäftigt haben. Des weiteren würde ich sagen, dass es auch immer darum geht einen neuen Anfang zu haben. All die Erinnerungen würden uns belasten, verwirren und uns den Blick auf das Wesentliche in diesem Leben nehmen. Ab und an mag es relevant sein sich zu erinnern, weshalb es genügend Leute gibt, die sich von selbst an vergangene Leben erinnern oder durch Beihilfe. Aber das ist nicht immer von Vorteil.

@Amanita: Wunderbar, ich hatte nur beim Durchlesen bemerkt, dass ich manch einer ungewollt auf die Füße getreten gefühlt hat und wollte das gleichmal vermeiden und meinen Stadnpunkt klären^^.

Dann möchte ich mich zu deinen Thesen äußern.
Zitat:
These: Unsere Seelen brauchen Krieg, Hunger und Pestilenz zur Weiterentwicklung.
1. Grundannahme: Wie im Kleinen so auch im Großen.
2. Grundannahme: Unsere Seelen werden wieder geboren, um sich zu verbessern.


Obs nun gerade Krieg, Hunger und Pestilenz sind, mag dahingestellt sein, aber ja ich denke wir brauchen auch Negatives.

Zitat:
Friedensforschungsprojekte zeigen, dass Hass, Hass gebiert. Häufig kommt an dieser Stelle eine alte Binsenweisheit zum Tragen: „Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es wieder hinaus.“

Sicherlich in ausreichend Studien bewiesen und eine logische Schlussfolgerung. Gleichzeitig ist es aber auch die einfachste Reaktion und vielleicht die natürlichste. Auf Negatives reagiere ich mit Negativem ein verfluchter Kreislauf, der sich oft wiederholt, aber duchaus gebrochen werden kann. Und hier finde ich den Fehler in deiner ganzen Argumentation, zumindest für mich. Es ist eben nicht die einzige Reaktion auf Hass Hass. Es ist die einfachste und eine typische Reaktion, aber genau sich darüber hinaus zu versetzen geht es. Diese Hürde zu überwinden und zu einem Punkt zu kommen, an dem man selbst Negatives in Positives verwandelt. Denn auch das ist möglich. Es ist keine Kunst Positives Positives sein zu lassen, in einer pefekten Welt ist es nicht schwer auf Liebe mit Liebe zu reagieren, darin besteht kein Risiko. Das Risiko besteht darin auf Hass mit Liebe zu reagieren und natürliche Instinkte von Misstrauen, Wut und Rache zu überwinden. Das ist die Katharsis. Wer selbst diese Hürde überwindet hat sich selbst überwunden und sich sehr viel weiter entwickelt. Es ist zweieflsohne eine der schwierigsten Aufgaben, aber danach ist eine entscheidene Veränderung vollbracht.

Da dies meine Erklärung für das Negative in dieser Welt ist, kann ich dir leider bei den Schlussfolgerungen aus deiner These nicht folgen, da diese bereits nach dem ersten Punkt für mich zusammengebochen ist. Negatives ist notwendig, um Positives zu schaffen. Mitgefühl, Hilfsbereitschaft, Schätzen dessen, was wir haben, solche Gefühle würden wir ohne nicht kennen. Sicherlich gibt es kaum ertragbare Fälle in Krieg etc. und es mag anmaßen von mir sein, die ich sie in diesem Leben zumindest nicht kenne, das zu behaupten, aber auch darin muss es so etwas geben.

So und jetzt muss ich zugeben, bin ich sehr gespannt auf deine Meinung hierzu Smilie,
lg Andromeda
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