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taufen oder nicht taufen, das ist hier die frage
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Lady Nawaar
Gast





BeitragVerfasst am: 19.03.2007, 16:20    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Sionnach
es muss jeder selbst wissen was er tut und macht, doch fehl am Platze?

Es waren Erläuterungen und kein Angriff .. und über den Begriff "fehl am Platz", solltest du dir echt einmal Gedanken machen.

Ob jemand gläubig ist oder nicht. Sie wollte wissen was wir davon halten und ich schrieb es, sonst nichts.

Lady Nawaar
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Sionnach
Gast





BeitragVerfasst am: 19.03.2007, 16:27    Titel: Antworten mit Zitat

Sionnach hat Folgendes geschrieben:
Ich schreib dann doch nochmal was:

Lady Nawaar, für jemanden, der nicht an Gott glaubt sind Deine Ausführungen in mancherlei Dingen wenig hilfreich, wenn nicht sogar fehl am Platz.


Ich frage mich, was an dieser Äußerung jetzt schlimm war. Mit den Augen rollen

Ich sagte doch auch, dass es für jemanden so sei, der nicht an Gott glaubt. Also keinerlei Kritik an Deinen Erläuterungen. Smilie

Jetzt sei doch nicht gekränkt. Wäre ich eine gläubige Christin - bestünde die Frage zwar nicht - aber dann wäre Deine Erklärung sehr hilfreich, aber als Heidin, naja ... da finde ich durchaus, dass meine ersten Worte schon passen.

Aber geht es jetzt wirklich darum? Muss das wieder in Diskussionen ausarten. Da sind wir wohl beide der Meinung: Nein. Zumal ich nicht die Absicht hatte, Dich anzugreifen. Wir wollen doh nur beide Samhain helfen, oder nicht?
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Lady Nawaar
Gast





BeitragVerfasst am: 19.03.2007, 16:38    Titel: Antworten mit Zitat

Ich lasse deine Meinung stehen und nein, ich möchte keine Disskusion, warum auch?
Ja , ich will ihr helfen, wenn ich es kann, doch entscheiden muss sie alleine.

Liebe Grüße Lady Nawaar
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Luna83
Gast





BeitragVerfasst am: 19.03.2007, 19:03    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo
Also ich bin ja nicht getauft (worüber ich auch nicht böse bin). Wenn es nach mir ginge müsste mein Kind nicht getauft werden. Ich würde es selbst entscheiden lassen. Ich finde man muss ja auch garnicht getauft sein. Heutzutage kann man ja auch als nicht getaufter den Religionsunterricht besuchen. So war es bei mir zumindestens.

Luna
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Mondsichel
Gast





BeitragVerfasst am: 19.03.2007, 20:09    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Samhain,

ich denke in erster Linie, dass das Wohl des Kindes eher bei dir liegen sollte, denn die Argumente vom Vater deines Kindes finde ich ehrlich gesagt schon etwas bedenklich. Ich bin zwar, was die Christen angeht, genau deiner Meinung, aber ich versuche mal das ganze objektiv zu beurteilen:
Ich denke, dass sich dein Kind schon im frühen Alter dazu entscheiden wird, welcher Religion es sich nun eher zugehörig fühlt – eben gerade bei einer Hexe als Mutter. Kinder machen sich im Grundschulalter nicht wirklich Gedanken darüber, was an einer Religion jetzt für bestimmte historische Aspekte haften oder was sie für eine Vorgeschichte haben. Entscheidend ist, was es von Familie und sozialem Umfeld mitbekommt. Wenn dein Kind zu hause nur eine streitende Mami und einen streitenden Daddy um sich rum hat, die sich wegen der Religion streiten, wird dein Kind wahrscheinlich kein gutes Haar an Beidem lassen. Ich für meinen Teil würde sagen, dass das Kind selbst entscheiden sollte, ob es getauft wird oder nicht. Was du dich fragen solltest, ist: Will mein Kind denn überhaupt getauft werden? Und eine weitere Frage, die du stellen solltest: Weiß mein Kind überhaupt, was dies für Konsequenzen haben kann, und weiß es ob es sich einer Religion hingibt, dessen moralische Grundsätze es eigentlich noch gar nicht vertreten kann? Die Antwort ist ganz klar: NEIN! Von daher würde ich sagen, die Taufe im Säuglingsalter fallen zu lassen und warten, wie sich das Kind im Laufe des Lebens dazu entscheidet. Dein Kind wächst sozusagen mit einer Seite auf, nämlich mit dem Hexentum (ich meine, wer kann das schon von sich behaupten?). Es sollte frei für sich entscheiden und nicht von Anfang an in eine Rolle gepresst werden, in die es überhaupt nicht passt bzw. weil es jetzt noch gar nicht so eine Entscheidung treffen kann, und auch einfach viel zu wichtig ist, um sie Leuten zu überlassen, die meinen die Taufe nur durchziehen zu müssen, weil das Kind später auf eine christliche Privatschule oder zur Kommunion gehen muss. Und genau das sind die Ängste vom Vater deines Kindes, die die meisten Eltern haben, eben nicht gesellschaftlich anerkannt zu werden, weil ihr Kind nicht getauft ist oder nicht zur Kommunion gegangen ist. Ich weiß, es ist nicht leicht sich gegen einen Mann durchzusetzen, aber hier solltest du ihm einfach klar machen, dass es nicht darum geht, was er will, sondern einfach nur, was das Kind will.

Liebe Grüße Smilie
Mondsichel
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widogard
Gast





BeitragVerfasst am: 21.03.2007, 09:35    Titel: Antworten mit Zitat

Erst mal fällt mir hier beim lesen auf, wie unterschiedlich doch getauft wird. Also in der hiesigen Kirche (refm. evangelisch), hat keiner der Paten das Glaubensbekenntnis für das Kind sprechen müssen. Das Ganze war eine wenig feierliche Prozedur, die nur einen Augenblick gedauert hat.

Mit der Kath. Kirche und deren Riten kenne ich mich überhaupt nicht aus. Aber ist es da nicht so, dass das Ganze viel umfangreicher gestaltet wird. Wenn ich jetzt richtig gefragt und gegooglet habe, wird bei der kath. Taufe der Effata Ritus durchgeführt. Dazu gibt es Stimmen die behaupten dieser Ritus würde das Kind in seiner spirituellen Entwicklung beeinflussen bzw. behindern. Ob das nun Blödsinn ist oder nicht, kann ich nicht sagen, weil ich mich damit zu wenig auskenne.

Aber nun zum eigentlichen Thema. Liebe Sam, die Tauffrage stellte sich mir auch, als mein Kind geboren wurde. Eigentlich hatte ich bereits entschieden, das Kind nicht als Baby taufen zu lassen. Es sollte eben selbst entscheiden können, zu gegebener Zeit. Ich finde die Baby-Taufe auch nach christlichem Gedanken falsch, in der Bibel werden ja nun einige Taufen von Erwachsenen beschrieben, meiner Meinung nach sollte das so sein.

Ich hab mich sozusagen bequatschen lassen, das Kind taufen zu lassen und im Nachhinein ärgere ich mich darüber. Er hätte sich immer noch selbst dazu entscheiden können, kurz vor der Konfirmation wenn er sich denn konfirmieren lassen will. Logischer Weise kann er sich immer noch entscheiden, ob er dieses Konfirmationsgedäh mitmacht oder nicht, da halte ich mich raus.

Ob nicht getauft sein Auswirkungen auf einen Kindergartenplatz oder eine Privatschule hat, kann ich nicht beurteilen. Das ist auch sicher regional unterschiedlich. In der hiesigen ev. Kita waren auch moslemische Kinder. Kirchlich heiraten geht hier auch, wenn nur ein Teil (Mann oder Frau) in der Kirche ist.

Worüber ich mich geärgert habe, dass die Kinder die in der Kirche sind, den Reliunterricht (in der Regel) besuchen müssen und erst mit 14 entscheiden dürfen ob sie daran teilnehmen oder nicht. Ist an unseren Schulen hier so…

Die eigentliche Frage ist, welche Bedeutung du der Taufe zumisst. Ist es eine eher bedeutungslose Angelegenheit für dich oder gehen deine Gedanken schon eher in Richtung "Stempel"? Erst dann kommen die evt Vorteile, durch die Kirchenzugehörigkeit. So mein empfinden zumindest.

Ich wünsche dir dass du einen Konsens mit deinem Lebensgefährten findest und ihr so eine Entscheidung treffen könnt, mit der ihr beide klarkommt.
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ChaotenLoup
Gast





BeitragVerfasst am: 21.03.2007, 09:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
Mein Partner und ich beschäftigen uns schon lange mit Magie. Trotzdem sind wir am Überlegen ob wir unsern kleinen Vampir(die ersten Zähne sind endlich da*gg) taufen lassen. Uns gehts nicht um Schutz, den die Taufe ja angeblich auch bringen soll, oder dass es in christliche Kindergärten oder Schulen gehen kann(geht in manchen[!] auch ohne Taufe). Mal abgesehen, dass es ein ungetauftes Kind in Bayern erfahrungsgemäß nicht ganz so einfach mit den anderen Kindern und Eltern hat, geht es uns darum, dass es dann eine Patentante hat, die sich um sie kümmert, wenn uns was passiert. Wir wollen nämlich beide nicht, dass sie zu einen unseren Eltern kommt(kindheit lässt grüßen). Mit einer Taufe ist es felsenfest bezeugt und sie können klagen bis sie schwarz sind.
Ich kann natürlich auch deine Haltung verstehen. Vor allem das Argument "DAs gehört sich so" hätte mich zur Weißglut gebracht.
Ich kenn übrigens einige getaufte Hexen, die sogar auf eine christliche Schule gegangen sind. Die sind trotzdem ganz normal geworden Sehr glücklich .
BB Loup

P.S. Sorry für Verschreiber, aber mein Schatz hat an der Farbe bei den Schriften rumgespielt und ich hab den Text quasi in Blindflug getippt. Der soll mir mal nach Hause kommen...grrrrrrr Sehr glücklich
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scarabee
Gast





BeitragVerfasst am: 21.03.2007, 10:02    Titel: Antworten mit Zitat

ChaotenLoup hat Folgendes geschrieben:
(...)geht es uns darum, dass es dann eine Patentante hat, die sich um sie kümmert, wenn uns was passiert. Wir wollen nämlich beide nicht, dass sie zu einen unseren Eltern kommt(kindheit lässt grüßen). Mit einer Taufe ist es felsenfest bezeugt und sie können klagen bis sie schwarz sind.


Ist das echt immer noch so? Ich dachte, das wäre nur ein Relikt und gilt nicht mehr als 'gesetzliche' Absicherung... (oder was auch immer das ist).
Was die 'Stigmatisierung' eines nichtgetauften Kindes angeht... da kann ich mir auch nicht vorstellen, dass das so furchtbar schlimm sein soll. Woher sollen das andere denn wissen, ob ein Kind getauft ist, oder nicht? Die fragen doch sich ernicht: Bist du auch getauft? Wenn nicht, darfst du nicht mit meinem Kind spielen...'
Das in kleinen Käffern das kollektive Gedächtnis eher sowas behält, kann ich mir schon eher vorstellen, auch wenn das bei uns nicht so war, dass nichtgetaufte Kinder gemieden wurde oder so.
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widogard
Gast





BeitragVerfasst am: 21.03.2007, 10:59    Titel: Antworten mit Zitat

ChaotenLoup hat Folgendes geschrieben:
...geht es uns darum, dass es dann eine Patentante hat, die sich um sie kümmert, wenn uns was passiert. Wir wollen nämlich beide nicht, dass sie zu einen unseren Eltern kommt(kindheit lässt grüßen). Mit einer Taufe ist es felsenfest bezeugt und sie können klagen bis sie schwarz sind.
Nee, das ist nicht so. Ich habe mir seinerzeit auch Gedanken gemacht, was aus meinem Kind wird bzw wo es hinkommt falls mir was passiert. Da ich keinen Kontakt zum leiblichen Vater habe usw.

Ich erkundigte mich damals beim Jugendamt. Also die Wahl der Eltern bez. der Paten wird im Fall des Falles berücksichtigt. Das heisst aber nicht das das Kind zwangsläufig zu den Paten kommt. Das Jugendamt prüft in so einem Falle die Parteien, die das Kind zu sich nehmen würden. Letztendlich entscheidet das amer das Familiengericht.

Auf Anraten vom Jugendamt hin, habe ich das Ganze beim Notar hinterlegt. Also zu wem kommt das Kind, falls mir was passiert. Die betreffenden Personen mussten dann unterschreiben und das wurde dann notariell beglaubigt, oder so ähnlich.
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Nachtrabe
Gast





BeitragVerfasst am: 21.03.2007, 10:59    Titel: Antworten mit Zitat

Als ich mich dem Druck der Familie endlich beugte und meine Kinder mit 2 und 4 Jahren taufen liess, kam der Pastor (evangelisch) zu einem Gespräch zu mir. Seine erste Frage war: "Warum denn schon so früh, wollen Sie die Kinder das nicht selbst entscheiden lassen?"
Ich fiel fast vom Stuhl vor Überraschung. Damals hätte ich die Taufe noch absagen können, da aber die gesamte Familie erwartete, dass ich das jetzt tue, tat ich es. Mit dem Ergebnis, dass meine kleine Tochter in der Kirche dann mit einem klaren "Nein" ihre Taufe verweigerte.
Wir beugen uns viel zu leicht dem Druck von Aussen. Aber trotz aller Ratschläge müsst ihr euch letztlich allein entscheiden. Vielleicht helfen ein paar Gespräche mit diversen Pastoren bei der Entscheidung. Dann sieht dein Freund, dass auch die nicht einer Meinung sind, was die Taufe angeht.
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Luzifer
Gast





BeitragVerfasst am: 21.03.2007, 17:02    Titel: Antworten mit Zitat

Zu diesem Thema bietet die Bibel einen eindeutigen und unmißverständlichen Standpunkt - den die Kirche geflissentlich ignoriert:

Jesus wurde im Alter von 33 Jahren von Johannes dem Täufer getauft. Alle Christen während der ersten Jahrhunderte wurden als Erwachsene getauft. Alle Päpste, alle Heiligen, alle normalen Menschen. Die Taufe ist die bewußte Entscheidung eines erwachsenen Menschen, Gott zu folgen.

Die Taufe von Kindern ist eine der zahlreichen Perversionen einer Religion, die darauf besteht
:!: ihren Gründer Christus zu nennen, obwohl er Jesus hieß
:!: die aus "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" das bösartige "Liebe Ärmere als dich, denn du bist ein hassenswerter Sünder" machte
:!: und die die schwachsinnige Idee vertritt, Gott hasse uns alle so, dass er uns in einen See aus glühendem Schwefel werfen wolle, lasse sich aber jederzeit austricksen, wenn man sinnentleerte Rituale einhält.

Die Kindstaufe ist ein abergläubischer Mißbrauch eines heiligen Rituals, entstanden zur Zeiten größter Kindersterblichkeit aus der naiven Vorstellung, Gott lasse ungetauft gestorbene Kinder nicht in den Himmel. In meinen Augen eine Gotteslästerung, weil sie die Barmherzigkeit, Weisheit und Liebe Gottes in Abrede stellt.

Noch deutlicher: Magisch gesehen ist die Kindstaufe eine schwarzmagische Vergewaltigung einer hilflosen Seele, die noch keine Möglichkeit hat, ihren eigenen Willen zu verwirklichen. Wer sein Kind taufen läßt, ohne es zu fragen, kann es genau so gut tätowieren lassen oder verpflichtend bei der Fremdenlegion anmelden. Das zwingt das Kind ebenfalls, den Rest seines Lebens etwas zu sein, was es selbst nie entscheiden konnte.

Alle, die meinen Standpunkt zu radikal finden, frage ich:
Glaubst du, dass die Taufe keine Wirkung hat? Wozu tust du es dann?
Oder glaubst du tatsächlich, dass die Taufe eine bleibende und übernatürliche Bedeutung hat? Warum maßt du dir dann an, diese Entscheidung über die Seele deines Kindes ohne dein Kind zu treffen?



Um auch die restlichen Argumente zu entkräftigen:

Auch kirchenrechtlich und theologisch gibt es keine Begründung, Kinder zu taufen. Alle sieben Sakramente können von einem Christen jederzeit empfangen werden. Selbst auf dem Totenbett kann man noch die Taufe empfangen, um anschließend Beichte, Eucharistie, Ehe und letzte Ölung zu empfangen.
Man kann selbst Bischof oder Papst werden, sprich die Weihe/Ordination erhalten, indem man unmittelbar davor die Taufe empfängt.

Und schließlich das Argument, um das es in Wahrheit alleine geht: die Konvention (denn Christen sind Bibel und Theologie typischerweise völlig gleichgültig). Es geht ausschließlich um die Angst der Spießbürger, individuell zu handeln und von vermeintlichen Bräuchen abzuweichen.
Konventionen sind Äußerlichkeiten, die eingehalten werden, um nicht aus der Rolle zu fallen. Es ist sinnvoll, sich auf eine gewisse Weise zu kleiden, auszudrücken und zu verhalten, um niemand zu provozieren.
Aber die Taufe ist keine Äußerlichkeit. Niemand kann einem Menschen ansehen, ob er getauft ist. Es gibt keinen vernünftigen Grund, einen Konvention um ihrer selbst willen einzuhalten, wenn man die Einhaltung oder Nichteinhaltung der Konvention nicht unterscheiden kann.


Kurz:
Kindstaufe, wenn du sie scheinheilig meinst: nein!
Kindstaufe, wenn du sie ehrlich meinst: erst recht nein!
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Idan
Gast





BeitragVerfasst am: 21.03.2007, 17:41    Titel: Antworten mit Zitat

Ich wiederhole mich ungern, aber da Luzifer mal wieder sehr "eingeschränkt" postet, zitiere ich einen Teil meines Postings nochmal:

Zitat:
Die Kirche behauptet gerne, dass sie die Taufe erfunden hat. Aber das trifft nur für die ERWACHSENEN-Taufe zu. In der frühen Zeit der Kirche in Rom wurden auch nur die Erwachsenen getauft. Als sich aber das Christentum ausbreitete nach Norden, wurden sie mit den heidnischen Intiationsriten der germanischen und keltischen Völker konfrontiert:

Dort war es üblich, dass neugeborene Kinder in aller Öffentlichkeit durch ein Ritual ihren Namen bekamen und mit dem Namen auch einen Namenspaten. Es waren die germanischen Völker, die das Prinzip der Patenschaft erfunden haben. Auch der Brauch, dass sich die Paten im Sterbefall der Eltern um das Kind kümmern, stammt von den Heiden. Nur das Element "Wasser" bei der Taufe und das Versprechen, sich mit Gott "auseinanderzusetzen" wurde durch Christianisierung hinzugefügt. Der Rest ist urheidnisch.

Die Taufe ist sehr viel mehr als nur ein Ritual. Mit der Taufe wird ein Kind offiziell der Gesellschaft und der Familie vorgestellt, es ein "Willkommen im Leben" Ritual. Diese Initiation plus die Patenschaft sind sehr, sehr bedeutsam für ein Kind und seine Entwicklung.
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Svafa
Gast





BeitragVerfasst am: 21.03.2007, 17:48    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn es denn wirklich nur ein "willkommen im Leben"-Ritual wäre, wär das ja noch irgendwie vertretbar.

Das ist es aber nicht. Es ist ein Glaubensbekenntnis! Und zu so etwas ist ein Säugling einfach noch nicht in der Lage. Das Argument, daß dann eben die Eltern und/oder Paten das für das Kind tun, bringt mich dazu, laut schreien zu wollen. Was zum Geier denken sich eigentlich Eltern, einfach den Glauben ihres Kindes bestimmen zu wollen?
Ich geh ja auch nicht her und bestimme über das Leben von anderen.....ungefragt.

Erwachsenentaufe? Na ja, wer's braucht, bitte, gern.
Kindstaufe? Meiner Meinung nach unverantwortlich!

So, das mußte jetzt mal raus.
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Idan
Gast





BeitragVerfasst am: 21.03.2007, 17:58    Titel: Antworten mit Zitat

http://de.wikipedia.org/wiki/Initiation

Es ist KEIN Glaubensbekenntnis! Die Paten verpflichten sich nur, dem Kind christliche Lehre nahzubringen, deswegen sollen die Paten manchmal das Glaubensbekenntnis aufsagen, als "Nachweis", dass sie in der Lage sind, das auch zu tun. Die Taufe ist für die Paten eine wesentlich größere Verpflichtung als für das Kind. Und das ist wichtig, denn wenn das Kind sich später gegen die Kirche und das Christentum entscheidet, sollte das Kind wissen, WOGEGEN es sich entscheidet.

Man kann ja heidnische Paten nehmen, die nur pro forma noch in der Kirche sind und mit dem Pastor reden, dass das Glaubensbekenntnis NICHT aufgesagt wird. Jede Taufe ist anders und manche Pastöre besprechen die Gestaltung zusammen mit den Eltern. Ich würde die Frage der Taufe auch vom Pastor abhängig machen.


Zuletzt bearbeitet von Idan am 21.03.2007, 18:03, insgesamt einmal bearbeitet
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Svafa
Gast





BeitragVerfasst am: 21.03.2007, 18:03    Titel: Antworten mit Zitat

Laut der katholischen Kirche heißt es aber "einmal drin, immer drin".

Das hat schon nichts mehr mit "christlichen Glauben näher bringen zu tun".
Denn wirklich aus dem ganzen Verein wieder rauszukommen, ist ein Riesenakt. Einfach austreten reicht für die nicht. Da muß man schon mit Exkommunikation kommen.
Und jetzt sag mir bitte nochmal, eine Taufe sei kein Glaubensbekenntnis.
Denn wenn es das in der Tat nicht wäre, müßte sich das Kind nicht aktiv dagegen entscheiden. Dann wäre es nämlich lediglich eine Verpflichtung für Eltern und Paten, und keine Kindstaufe, was ja schon darauf hindeutet, daß das Kind im Mittelpunkt der ganzen Aktion steht und eben nicht die Eltern/Paten.
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